Automatisierung oder: Löten, Scripten, Löten (Teil 2)

Da habe ich doch glatt das chinesische Neujahr verpennt. Da muss ich mich wohl nicht wundern, dass meine Teile doch –etwas- verspätet ankommen. Egal. Der CO2 Sensor, und so einiges mehr, ist inzwischen angekommen. Ich wollte schon immer wissen, wie sich unser Kamin auf die Werte auswirkt, und wie hoch die Werte wohl steigen würden. Ich habe mich allerdings vorerst entschieden, mich “noch” nicht wie der Kollege auf wirres.net auf die mysensors Welt zu stürzen. Ich stütze mich vorerst weiter auf ESP Easy, und nehme den Sensor mit einer NodeMCU in Betrieb. Natürlich werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur mit einem weitern DHT22 “mitgenommen”. Der CO2 Sensor hat zwar auch einen Temperaturwert, allerdings kommt mir dieser eher ungenau vor. DHT misst besser!

In der Zwischenzeit war es Zeit für Statistik. Ich habe meiner hass.io Instanz eine InfluxDB per Plugin spendiert. Mit der 16GB SD Karte kann ich erst einmal ein paar Wochen mitschreiben. Auf mein NAS habe ich Grafana apt-get-iert. Ich musste DB und Auswertung zunächst trennen, da ich unser NAS in der Nacht abschalte, und so keine Daten einlaufen würden. Da muss ich beim Laufen noch mal drüber denken. Da muss noch eine schönere Lösung dran, aber erst einmal klappt das. Und zack, habe ich feine Werte der Sensor Welt des Hauses. Inzwischen sind das ein paar mehr geworden. Das sieht dann so aus, und macht auf eine mir nicht ganz klare Weise echt einen Heidenspaß. Langsam kommen jetzt allerdings die Feinheiten hoch. Viele Sensoren senden nicht ständig ein verändertes Signal, somit wird die DB nicht immer mit neuen Werten versorgt. Erst der Eintrag force_update: true sorgt für vernünftige Graphen. Nur nicht bei den Fritz!DECT 200 Schaltern. Das nervt noch etwas. Die Fritz Geräte werden sehr generisch eingebunden, und noch habe ich nicht herausgefunden, wie man einen direkten Zugriff auf die Sensor Optionen bekommen kann. Einige Messwerte haben damit noch Löcher. Ich habe die Community gefragt, mal sehen ob da jemand antwortet.

Wie zuletzt schon angekündigt, habe ich inzwischen auch den ersten “dummen” LED Strip einbinden können. Unser Ninjago Bild ist damit jetzt zum Einschlaf-Nachtlicht für den Sohnemann geworden. Über die Automatisierung leuchtet das gute Stück jetzt fein von 19:00 Uhr – 21:00 Uhr einfach vor sich hin.  Grundlegend wird der 12V Strom über NPN Transistoren einfach geschaltet, und kann durch eine weitere ESP8266 befeuert werden. Im Home Assistant nutze ich dafür die light.mqtt_JSON Funktion und einen fertigen Sketch von https://github.com/corbanmailloux/esp-mqtt-rgb-led. Sehr cool.

Unverhofft hat mir dann Obi, ja genau – der Apotheken Baumarkt, einen echten gefallen getan. Die “Community” berichtete plötzlich über eine WLAN fähige Steckdose, die einen ESP8266 OnBoard haben soll. Also, nach Feierabend zu Obi. Gleich drei Stück zu mir bitte. Zu Hause war ich dann erst einmal froh inzwischen genug Werkzeug der richtigen Art zu haben. Die Dosen waren natürlich mit “User-soll-nicht-öffnen” Schrauben gesichert. Aber nicht mit mir, Obi! Mit mir nicht!

Der ESP Chip war tatsächlich wie inzwischen gewohnt flashbar: Pins anlöten, GPIO0 gegen Masse, booten, flashen.

Ich habe wie bei den SONOFFs die Firmware Tasmota 5.12.0 genutzt, und dank der Community war das Forschen nach den korrekten Einstellungen sehr schnell vorbei: https://github.com/arendst/Sonoff-Tasmota/issues/1988. Achtung: 5.12.0 ist Minimum, vorher ist der Gerätetyp 18 eine WeMo, und nicht generisch.

   

Was soll ich sagen, alle drei “Euromate 145842” Dosen werkeln perfekt vor sich hin, für 9 Euro pro Dose. Danke, Obi… ausnahmsweise.

Der Anwendungsfall PIR Sensor hat sich inzwischen als ready-for-real-life entwickelt. Erster Anwendungsfall sollen Treppe und Windfang werden, welche sich bei Annäherung automatisch mit einer Erhellung bedanken sollen. Allerdings fehlte dem günstigen PIR Modul ein wichtiger Aspekt (dachte ich): der Helligkeitssensor. Aber, weit gefehlt, Billo-China denkt ja mit!

Natürlich gibt es Lötpunkte für die Installation eines Foto-Widerstands (Foto und Infos von hier):

Amazon hilft in diesem Fall günstig und schnell: https://www.amazon.de/gp/product/B01N34RCPP/ref=oh_aui_detailpage_o05_s00?ie=UTF8&psc=1. Ich habe ein paar Varianten getestet, und mich dann für die GL5549 mit 45~140(KOhm) entschieden. Mit diesem Wert springt der PIR tatsächlich nur bei Dämmerung und Dunkelheit an. Ich habe beide Regler der PIR auf Anschlag Links belassen, und steuere über die Dunkelheit nun die Lichter direkt über ein Script in hass.io. Faulheitsfakor next level. Finger weg vom Lichtschalter.

Ich hoffe, heute Mittag kommt dann der Luftdrucksensor, um die Wetterstation quasi perfekt zu machen. China ist mir noch einen LED Strip und zwei SONOFF B1 Birnen a la Philips Hue schuldig. Dazu fehlen noch ein paar ESP8266er und ein Arduino. Und ja, naja – mir sind die Micro-USB Kabel und Netzteile ausgegangen. Verstehe ich gar nicht, ich hatte doch so viele davon …

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David Wagner

David Wagner

IT Berater, Technology Evangelist, Nerd, Geek, Daddy of Darth Tom, Star Wars, LEGO®, Foto, und Wakeboarding. Lebt im Internet, und mit der Familie in einem norddeutschen Kaff namens Hude.

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