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Da brat mir einer ‘n LogicBoard! Oder… Backen ist besser!

Wie das immer so geht bei uns. Da hat ein Kumpel einen Kumpel, und der hat da ein Mid 2009 Macbook Air. Und bei dem geht sporadisch die Tastatur und das Trackpad nicht. Also, her damit. Mal sehen. Die ersten Diagnoseschritte waren fix gemacht, und ein SMC Reset mit feinem NVRAM- und PRAM Rest gaben zunächst erst einmal den Zugriff auf beide Funktionen wieder. Spannend war aber auch zu dem Zeitpunkt schon, dass eine externe USB Tastatur ebenfalls “nicht wollte”. Der USB Port hatte auch “einen weg”.

Also, nächster Schritt: Clean Install. Und alles gut. Tatsächlich. Die nächsten zwei Tage lief die Aluflunder perfekt. Betrieb, Ruhezustand, Betrieb, Aus, Boot, Ruhezustand. Zeit für die Lorbeeren und Rückgabe des Air.

Am Freitag also. Okay. Das war 3 Tage später.

3 Tage später beim obligatorischen Kurztest: Freeze Tastatur und Trackpad!!1einself!! NEIN!

 

Da liegt der Fehler also doch tiefer. Das bedeutete in altem (2009-2011) google-Schlamm zu suchen. Und furchtbare Dinge über NVIDIA Probleme, Grafikausfälle und andere üble Vorfälle zu lesen. MOMENT! Die Macbooks hatten den “NVIDIA Grafikfehler?” Den Fehler, den man mit dem “Reflew – Ab in den Ofen Trick” beheben konnte? Okaaaaay. Spannend. Aber nicht mein Problem. Dachte ich!

Etwas tiefer in der Materie wurde nämlich klar, dass der NVIDIA Chip auf dem Logicboard auch die Kontrolle über den gesamten USB Bus des Macbook hat. Und, Überraschung: iSight Kamera, Bluetooth, Tastatur und Trackpad sind im Air intern als USB Geräte verlötet.

Ach nee!

Das würde dann die von Laufzeit und offenbar auch Temperatur abhängigen Ausfälle der Komponenten schon ganz gut erklären. Nun gut. Challenge accepted! Demontage!

 

Die Annahme geht also so: Der NVIDIA Chip hat einen bekannten Fehler mit vergnaddelten Lötstellen, den man im Rahmen perfekt dilettantischer 6-beer Jobs im Backofen fixen kann. Das Macbook hat so einen Chip, der auch USB befeuert. Also, ab in den Ofen! Zeit und Temperaturen habe ich mir bei dem Herren hier besorgt: http://tervehn.se Der hat das wohl schon öfters mal gemacht *hust*

195 Grad, 8 Minuten:

Mit Tomatensoße bestimmte auch ganz lecker! Nach der Temperatur-Kur alles wieder an seinen Platz, und einschalten:

Nun denn. Wie erwartet hat die kleine 200 Grad Behandlung dem LogicBoard nicht geschadet. Aber was ist mit unserem kleinen Problem? Ja, dieser Post würde wohl nicht existieren, wenn das Problem nicht W-E-C-H wäre.

Der Belastungstest mit Geekbench, sowie ständige Reboots, Ruhezustände usw. zeigen keinerlei Problem mehr. Die USB “Geräte”, also vor allem Tastatur und Trackpad werden nach kurzer Zeit gefunden und arbeiten ganz wunderbar. Mal sehen wie lange das hält…

Und ich kann mir jetzt endlich den Single Malt zur Belohnung gönnen!

About the Author

David Wagner

David Wagner

IT Berater, Technology Evangelist, Nerd, Geek, Daddy of Darth Tom, Star Wars, LEGO®, Foto, und Wakeboarding. Lebt im Internet, und mit der Familie in einem norddeutschen Kaff namens Hude.

2 Comments

lars

Also bei der ps3 hats nicht gefruchtet. War ja auchn heißgebläse.

News on winter village 2017?

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