Brittis Fusion Foto Love Story

Auf dem Weg in den Urlaub hat mir die Britti (besucht mal Ihren Blog: Franka’s kleine Welt) mal fein Ihr MacBook da gelassen. „Ist so langsam“ und „Mach mal was“ waren da die Ansagen. 

Tjo. Kein Ding. Erste Regel in einem solchen Falle: SSD rein. Denn SSD macht schnell.

Aber bei dem fetten Datengrab namens Festplatte in Brittis Alublock war das nicht zu halbwegs vernünftigen Preisen möglich. 750GB, und fast voll. Operation Frau mit Schuhschrank, wenn Ihr *zwincker* versteht… Also lautete der Tagesbefehl: Fusiondrive! Basta.

Tjo, und weil die Britti nun grad im näheren Ausland weilt, und weil sich Britti Ihre geliebten kleinen Herzstillstände (oder bin ich es, der diese Herzstillstände nur ach zu gern auslöst?) beim Liveumbau nicht wie gewünscht abholen konnte, dachte ich mir – „blogge ich Ihr eben“. Sehr fein. Alle anderen bekommen ein grobes Kochbuch geliefert, Britti das Hauptgericht mit Sauce und Scharf.

Man nehme also:

– Eine SSD gewünschter Größe zu gewünschtem Preis. In unserem Falle eine: Transcend 256GB 340 SSD

– Einen Einbaurahmen für die SSD anstelle des DVD Laufwerks: HDD/SSD Adapter Kit + Superdrive external Frame

– Das übliche Drumrum: Schraubendreher, Atomkraftwerk usw.

 Also los!

Zunächst (Britti Du darfst jetzt den ersten Herzklabaster vorbereiten, hinsetzen und so…) die Kreuzschrauben untern Macbook Pro 15“ (13er geht natürlich auch) lösen, und das Superdrive ausbauen.

 

 Atmen Britti, Aaaatmen! Ja, das ist Deiner, und er ist offen.

 

 Schwuppwupp, ganz schön leer das Äpfelchen, wenn da plötzlich kein antiquiertes DVD Dingens mehr drin ist (Habe ich das wirklich grad geschrieben?).

Aber gut. Wir haben ja das externe Gehäuse, und so wird eine DVD per USB eben doch noch lesbar gehalten. Wir bauen das mal um. Achtung, Britti, noch keine Entwarnung.

Ich habe noch immer einen Schraubendreher in der Hand. Und Du weisst was das bedeuten kann. Nicht? Frag Deinen Schatz!

 

 Hier haben wir mal Alt gegen Neu auf dem Tisch liegen. Einbaurahmen, SSD, Superdrive. Noch, liebe Britti, gäbe es einen Weg zurück. Aber Du warst zum „Halt oh mein Gott, tu es nicht“ rufen ja gar nicht daaaahaaaaa. Also weiter!

 

 

Hier mit Einbaurahmen und SSD wieder heim, im Alukern. Ab jetzt ist das so eine Sache mit dem DVD Slot. Reagiert etwas träge jetzt. Lieber nicht mehr benutzen, OK?

Kurz Durchatmen Britti. Nach dem Einbau folgte erst noch das Einklipsen des DVD Laufwerks in das externe Gehäuse, und das Drehen diverser Kreuzschrauben am Apfel selber. Die Kiste muss ja wieder verschlossen werden. Sieht aus wie neu. Keine Kratzer *Insert sticky eBay Blah here*

So langsam kann dann ans „Luft anhalten“ gedacht werden, Britti… Ich sags ja nur. Spannung halten und so.

So ein Fusion Drive von Apple im Eigenbau und Nachgang hat eine etwas fiese Eigenart: Man verliert die Daten seiner bisher vorhandenen, drehenden Festplatte. ALLES WEG! JA, ALLES WEG!

*Wirken lassen*.

Gut, ich hab zur Vorsicht mal eine Time Machine Sicherung und zusätzlich einen Carbon Copy Clone auf externe Platten gelegt. Nur zur Beruhigung. Schont die Nerven. Vor allem meine… 😉

Also lautet die folgende Antwort: JA! Oder konkret: LÖSCHEN!

Im Festplattenmanager treten wir mal die vorhandene Partition mit Füssen. Danach erfolgt der Reboot mit gedrückter „alt“ Taste über den USB Stick, die neue SSD bekommt eine Partition, und wir starten den Terminal aus den Dienstprogrammen.

Here is, where the magic happens. Nach Eingabe einiges unbedeutendem Kauderwelschs wie …

diskutil cs create BrittiFusion disk0 disk1

diskutil cs List

diskutil coreStorage CreateVolume *Lange ID und so* jhfs+ BrittiFusion 996g

… liegt in etwa dies vor uns:

Wie jetzt, verstehste nicht? Hey, ein Logical Volume beider Platten, und ein feines Fusion Drive, welches ab jetzt mit dem Namen BrittiFusion selbige Britti begrüsst. Jungfäulich, leer, unbenutzt.

Nicht mehr lange. Wie versprochen machen wir keine einfache Rücksicherung der Datensicherung incl. MacOS aus dem alten Datengrab – wir haben einen – Achtung Apple speak: „Clean Install“ – wooohooo – verabredet, um überschüssigen Müll wie Logs und Crashdumps und alte Bananenschalen los zu werden, und damit noch etwas frischen Speed aus dem Silizium zu quetschen. Also, 10.9.2 vom Stick frisch installiert…

DAS dauerte so 15 Minuten. Das nun folgende Rattern dauerte Stunden. Der obligatorische Datentransfer per Sicherung über USB aus Brittis User…. Ich habe ja versprochen dass die Daten eben nicht alle weg sind. Ich wisst schon noch, Nerven schonen und so…

 

Und Tadaaaaaaaa! (Britti, Du darfst jetzt ausatmen, einen Tee holen, umkippen, seufzen – egal! Entspann Dich.)

Fertig! Ich habe ganz frech mal sofort das pixelige Wallpaper mal durch eine hochauflösende Variante ersetzt. Tzk Tzk Tzk, Hyper Mega Eye Candy Apple Display, und dann Matchpixel auf dem Schirm. Brrrr, konnte so nicht bleiben!

 Nun musste nur noch TRIM für die SSD aktiviert werden, damit die „Garbage ordentlich collected“ wird. Muss man nicht verstehen. Ist so. Ist beim Fusion Drive auch durchaus kontrovers diskutiert, mach ich aber immer. Und zwar heute mal mit „Trim Enabler“. Die Befehle zum Anschalten gehen auch manuell, sind aber nach jedem Update weg. Das kann ich keinem normalen User klar machen, das macht ab jetzt das Tool. Mal davon abgesehen, dass ich den Blick bei den Worten Garbage Collector und TRIM in Brittis Gesicht quasi direkt vor den eigenen Augen habe. Ist schon gut, nix passiert, nur ne leichte Erkältung. 😉

Ich bin gespannt auf Brittis Heimkehr, und die Reaktion auf die neu gewonnene Geschwindigkeit. Denn eins kann so ein Fusiondrive: Schnell. Wie erwartet ist der Boot eine Rakete, und die Apps öffnen sich deutlich schneller. Das wird mit der Nutzung durch Lernen des Systems und Schieben der unbenutzten Daten auf die langsamere Platte noch besser, so verspricht es Apple, und so tut es aus Erfahrung auch. Alles ist insgesamt besser.

Und besser war, was Britti wollte!

Und damit Ba-Ba und Pfiat Euch!

About the Author

David Wagner

David Wagner

IT Berater, Technology Evangelist, Nerd, Geek, Daddy of Darth Tom, Star Wars, LEGO®, Foto, und Wakeboarding. Lebt im Internet, und mit der Familie in einem norddeutschen Kaff namens Hude.