Da war noch was, oder: Das Haus

Hier war es lange still, findet Ihr nicht auch?
Tja so wenig hier zu lesen war, so viel war im „echten Leben“ los. Wir haben jetzt ein Haus. Und der Weg dahin war alles andere als lustig. Es hat einige Zeit gedauert bis wir uns mit unserem vorherigen Vermieter einigen konnten. Und das ist she rief gestapelt. Brrrrrr. Ich will da gar nicht mehr lange drüber nachdenken. Ein Punkt ist gesetzt, und das vorherige Mietobjekt ist nun Eigentum.
Tja, und was tut man dann? Richtig. Durchdrehen. Ach so ja, neben dem vollkommenen Bürokratiewahnsinn haben wir uns doch tatsächlich ein wenig Renovierung gegönnt.

Bei diesen Worten muss ich lachen. Wenn ich daran denke, was dieses „ein wenig Renovieren“ bedeutete…

Ich lasse die Wochen des Küche aussuchen da mal weg und vertraue auf die Fantasie derer, die dies noch nie Taten, und die Erfahrung derer, welche das Thema schon kennen…

Das einfachste war wohl das Thema Fachwerk streichen. Handwerker suchen, Termin machen, brav Zahlen. Fertig.

Nach einem Frieden an der Küchenfront also auch dort Termin gemacht, und ab dafür.

Ups. Moment. Termin bedeutet: ICH muss mit unserem Umbauplan fertig sein bis die Handwerker kommen. Autsch.

Ich kann die Wochen gar nicht zählen. Auf jeden Fall kann ich mich an drei Wochen vor meinem Urlaub, und die drei Wochen meines Urlaubs erinnern. Naja wage, das gebe ich zu.

Tapeten abrupfen und Vorarbeiten ging ja noch. Der folgende Stand war dann aber auch endgültig, und eindeutig: BAUSTELLE!

Nach dem Fliesen-Sonntag war es dann nicht mehr wirklich schön zu Hause. Im Wochnzimmer stapelt sich sämtlicher Hausrat, und die Küche war weg. Für 2 Wochen. Ja liebe Gemeinde, Ihr habt richtig gelesen. Zwei Wochen ohne Küche mit Kind. Danke, setzen, weitermachen.

Ein Paar Tage später hatten wir das Handwerker Motto „Es muss erst einmal schlimm werden, bevor es wieder besser wird“ komplett verinnerlicht – und hielten jede Minuten Ausschau nach unseren neuen Fliesen. In der Zwischenzeit wanderten diverse Gipskartonplatten, Spachtel, und eine riesige Menge Acryl in die Decke. Ich glaub jetzt bin ich Profi am der Kartusche… Oder leide an Selbstüberschätzung oder beides.

Dann Rettung und Land in Sicht:

Ich sage Euch, das war ein erhebendes Gefühl. Ich kann unseren Fliesenlegern und unserem niemals ruhenden Profi-gutem-Geist gar niemals genug danken!

Kurz darauf dann, natürlich ging der Tapezier- und Decken- Wahnsinn weiter, unsere neue Küche.

Dieses Bild ließ uns erstmal wieder wohlig seufzen:

Auch die Decken endlich fertig.

Weg sind die alten Paneelen. Alles clean.

Am Montag muss ich nun wieder arbeiten gehen. Doof irgendwie, denn ich, nein wir, gehen auf dem Zahnfleisch. Ich denke wir hatten jetzt insgesamt so 3 Tage Urlaub. Ausschlafen? Nie! Erholung? Nö! Abschalten vom Job? Check! Das ist das einzige erreichte Ziel. Aber nein. Jedes mal wenn ich jetzt UNSER Haus komme, und UNSERE Arbeit bewundere… Dann ja dann entschädigt das für einiges.

Hatte ich eigentlich erwähnt wie toll unser Sohn den Abenteuerspielplatz ausgehalten hat?


Nein?

Hatte ich erwähnt, dass unser Herr Freund und Nachbar eines Sonntags vor der Tür stand, und anbot doch etwas tapezieren zu können? Auch nicht?

Ihr seht, ich sende Euch hier ein paar kurze Infos und ein paar Bildchen, doch eigentlich könnte ich jetzt einen Roman schreiben.

Mach ich aber nicht.

Im Herbst ist das Wohnzimmer dran.
Und jetzt erst einmal ein paar angesammelte Lego Sets.

😉

About the Author

David Wagner

David Wagner

IT Berater, Technology Evangelist, Nerd, Geek, Daddy of Darth Tom, Star Wars, LEGO®, Foto, und Wakeboarding. Lebt im Internet, und mit der Familie in einem norddeutschen Kaff namens Hude.