Obst statt Fenster – ein Umstiegsfazit, oder so!

Kurz vor Weihnachten wurde mir, bzw. meinem ressourcenfressenden elektrischen Ich nun vollends bewusst, dass es mit der über 6 Jahre alten Hardware nun mal endgültig nicht weiter gehen kann. Laaaaangsam! Ein neuer PC musste her. Aber was tun?
Das gesamte Arbeitszimmer stand voll. Big Tower, Linux Möhre, Wasserkühlungen überall. Kabel über und Bildschirm an Bildschirm.
Auch irgendwie blöd. Und irgendwie passte das auch nicht zu den Planungen in Sachen Lego.
(Hoffentlich liest die Frau des Hauses da jetzt ganz schnell drüber weg!).Ich brauchte Platz, und ich wollte auch Platz, weg mit dem ganzen Hardwarepark. Gut, das geklärt. Hmm, aber Problem noch da.

Die Unworte der Entscheidungsfindung lauteten „Reduce to the max“ und „Alte Zöpfe abschneiden“. Böse, oder? Mal was Neues! Mal weg von dem, was seit Äonen hier schon rumstand. Ups! Das bedeutete an irgendeiner Stelle des Nachdenkens weg vom PC und Tower Konzept! Jawohl! Aber  hin zum Nur-noch-Notebook? Eher nicht. Weg von den Möglichkeiten von Linux? Never! Ganz hin zu Linux? Hab ich versucht, geht nicht mit allem was ich brauch. Weg von Windows an sich- schon eher.

Was folgte war der politisch bislang vollkommen inkorrekte, aber einzig übrige Weg. Das Thema waberte so schon eine ganze Zeit durch meine trägen Hirnwindungen, nun durfte es „raus“, Riiisikooooo:

iMac, 27 Zoll, i7, 2Gb Grafik, 12GB RAM! *paff*

*Wirken lassen*
*Wirken lassen*
*Wirken lassen*

Ja, ein Apple Produkt. Und das mir! Eine riesige Hürde vor Kauf oder Umstieg für uns „ITler“ und Systemversteher, und so war es bei mir bisher auch, sind die Mausschubser-Opfer und DAUs, die sich wirklich nur von Alu style und Massenwerbung zu einem Umstieg auf den Apfel leiten ließen. Die meisten geben damit an wie ne Tüte Mücken, und haben sowas von gar keine Ahnung von irgendeinem Fitzel eines Ansatzes dessen, was Sie da in der Hand halten. Da schwingt das „Schau mal was ich an Geld ausgeben kann“ ebenso mit, wie das „Guck mal, ich bin nun was besser als Du, oder wenigstens hipp“. Oft erlebt, oft abschrecken lassen, Oft grummelig daneben gegrinst. Oh, neue Wortschöpfung: Hipster-DAU!
Denen stellt man dann Fragen zu den Fähigkeiten, Möglichkeiten, Architektur – ach egal – nur nach ganz einfachen Dingen das Gerät oder das MAC OS betreffend. Ende! Großes Kino.
Wie bei den Iphone Hipstern: „Du was kann denn das?“ – „Wetter“! Muhahahaha. Surfen geht mit Windows auch.

Themawechsel, sonst reg ich mich auf.

Den letzten Kontakt zu iMacs hatte ich, da waren die Dinger noch PowerPC und ganz kugelig und bunt. Und quasi unbedienbar und quasi unbenutzbar. Damals. Heute ist ja Intel, und Unix unterbau und so, und alles besser(TM). Jaaa, alles besser! Herr Jobs hat schließlich vor seinem Abgang die Welt revolutioniert.

Zwischen mir und meinem MAC stand für ganz kurze Zeit ein böses Hochwasser welches doch tatsächlich alle Festplatten dieser Welt schluckte, und die Dreistigkeit besaß, mit Lieferzeiten zu drohen. Bloß gut, dass ich mich nicht zu 2TB HDD habe hinreißen lassen, dann hätte HERR Jobs um umbei 7 Wochen auf sich warten lassen, sagte seine Webseite. So waren es dann 3 lange Tage.

Schauen wir mal:

–    Linux Konsole und die Möglichkeit direkt zu hacken: CHECK!
–    Multimedia, Programmierung, Spass, Office, etc: CHECK!
–    Der Rest virtuell: CHECK!
–    Betriebssystem brauchbar: CHECK!
–    Alle Programme die ich brauche vorhanden: CHECK!
–    Bedienbarkeit und Umgewöhnung leicht gemacht: CHECK!
–    Erwarteter „Funktioniert einfach“ Faktor: CHECK!
–    Offenes System: Halt die Fresse *räusper*
–    Style: CHECK, und CHECK!

Ich könnte so weiter checken. Ich gebe zu, das war ein sehr teurer Versuch mal reduce to the max und alte Zöpfe abschneiden auszuprobieren, aber ein gelungener. Ich kann heute mit Sicherheit sagen, das war eine richtig gute Entscheidung! Selbst Maus, Magic Trackpad und Magic Mouse halten ihre versprechen. Hochwertig, gutes Feedback, super fix gewöhnt

Alle, die heute noch einfach „Applescheiß“ vor sich hin brummeln sollten wirklich erst einmal mit MAC OS X rummachen. Dann reden wir nochmal.
Ich meine nicht die krank eingebundene Windows Seite des Ganzen. Quicktime und Itunes oder die Cloud gehen unter Windows gar nicht, bäh! Nein, ich meine mal so plain! Am Gerät, so wie sich der Steve das gedacht hat. Wenn derjenige Meckerpott wenigstens einen Funken objektiv fingert, wird da zumindest ein „Benutzbar. Ist ja gut und nun lass mich in Ruhe!“ bei herum kommen. Das reicht mir dann auch schon. Ich weiß ja was ich hab.

Eins ist klar. Man darf natürlich nicht versuchen diese Obstwelt breit in einem Unternehmensnetz zu sehen. Das geht gar nicht. Dafür sind die Äpfel und Löwen nicht gemacht. Definitiv. *Punkt* Wieder eine andere Geschichte.

Bei F2@Home ist allerdings eine Apfelplantage absolut nicht mehr wegzudenken. Die Erweiterung der Welt auf ein MacBookPro ist auf den Sparstrumpf geschrieben, und multimedial wird langsam mit umgerüstet.

Tja, streng genommen müsste ich jetzt selbst den ganzen Tag vorm Spiegel stehen, mich ansehen, mit dem Finger auf mich zeigen, und „Fanboy, Fanboy“ spotten. Alternativ ginge auch, Gruß an Britti, „Opfer, Stockholm Syndrom Opfer!“. Soviel Selbstkritik muss sein. Aber hey? Das kann ich ab. Irgendwer hat mal gesagt, das nenne man Lernen. Und das trifft in jeder Hinsicht auch den Kern dessen, was den ganzen Wechsel ebenfalls ausgelöst hat:
Windows Welt, kenn ich. Linux Welt, kenn ich. Also mal was (altes) Neues. Lernen, Erfahren. Spektrum erweitern. Mal andere Herausforderungen, über den Tellerrand. Ihr wisst schon. Ich schweife ab. Kennt Ihr ja auch.

Ende dieser Werbeveranstaltung. Vergessen Sie bitte nicht beim Gehen bei meinem Kollegen noch eine Heizdecke zu bestellen!

About the Author

David Wagner

David Wagner

IT Berater, Technology Evangelist, Nerd, Geek, Daddy of Darth Tom, Star Wars, LEGO®, Foto, und Wakeboarding. Lebt im Internet, und mit der Familie in einem norddeutschen Kaff namens Hude.